Kapitel 2 - Erste Schritte

Farpoint erzählt im Forum von einer im Wandel befindlichen Welt und ihren Gottheiten.
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Emanuel
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Kapitel 2 - Erste Schritte

Beitrag von Emanuel » 20. August 2018 19:50

Im zweiten Kapitel sollt ihr die Gelegenheit bekommen, auf euren Anfängen aufzubauen, die Welt mit euren jeweiligen Domänen und Fertigkeiten weiter nach eurem Willen zu gestalten und sie zu erkunden. Schreibaufgabe: Wirke mindestens ein Wunder. Suche dir eine andere Gottheit aus: Wie weckt sie deine Aufmerksamkeit, welche ihrer Handlungen bekommst du mit und was hältst du von ihrem Wirken? (Ich halte es für sinnvoll, sich vorerst noch auf die Welt zu konzentrieren und mehr zu schaffen, mit dem ihr interagieren könnt, deshalb würde ich die tatsächlichen Begegnungen der Gottheiten untereinander gerne noch ein wenig aufschieben.)

Edit: Punktelimit liegt diesmal bei 6, Abgabetermin ist der 09.09.

Kurzes allgemeines Feedback, weil das dieses Mal leider eher kurz ausgefallen ist:
Mir gefallen eure unterschiedlichen Schreibstile und ich habe bei der Überarbeitung fast ausschließlich kosmetische Änderungen vorgenommen. Wen interessiert, was genau ich gemacht habe, dem kann ich gerne ein Dokument mit farblichen Markierungen schicken.
Vielleicht habt ihr gemerkt, dass ein anonymer Ghostwriter dabei war - diese Person ist etwas schüchtern und wollte noch nicht selbst im Forum posten. Ich fand den Text gut und habe ihn einfach direkt in die Geschichte eingegliedert. Gebt also ruhig Feedback zu den Geschichten der anderen; ich denke nämlich, dass sich von euch niemand Sorgen machen muss, "zu schlecht" zu schreiben, und dass wir zusammen einen wirklich tollen Geschichtszyklus hinbekommen können.
Was die Weiterentwicklung des Inhalts angeht, habe ich eine ungefähre Richtung im Kopf, will euch aber erst einmal einfach machen lassen. Ihr bekommt sicher genug Interessantes hin. Ich kann euch später gerne Probleme, Quests, Gegner usw. an den Kopf schmeißen, aber für den Anfang können wir ja hier im Forum oder nach Farpoint besprechen, was wir vorhaben und wie wir es umsetzen könnten.
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Teto
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Re: Kapitel 2 - Erste Schritte

Beitrag von Teto » 22. August 2018 13:45

Ich hätte noch ein paar allgemeine Fragen. Wie steht es für Kapitel 2 mit den Punkten aus? Nur einen, für das Wunder das gewirkt werden soll?
Davon ab, ist auf dem Planeten der Götter eigentlich Wasser in größeren Mengen vorhanden? Und gibt es einen/mehrere Monde?
Ich habe zwar eigentlich zur Zeit nicht vor in diese Richtungen irgendwas zu unternehmen, wären aber trotzdem interessante Tatsachen, die ich jetzt nicht unbedingt im Alleingang in einer Geschichte erwähnen wollen würde :wink:

Emanuel
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Re: Kapitel 2 - Erste Schritte

Beitrag von Emanuel » 23. August 2018 17:30

Danke für die Erinnerung; ich habe Punkte und Abgabetermin nachgetragen. Es ist diesmal einer mehr, da das Wunder ja eine Vorgabe von mir ist.

Was Wasser, Monde usw. angeht: Die Idee ist, dass ihr euch selbst um die (Erzähl-)Elemente kümmert, die ihr haben wollt - ihr seid schließlich die Götter dieser Welt. Erste einmal sieht die Welt genau so aus, wie sie bisher beschrieben wurde. Meine Einleitung für das zweite Kapitel ist dabei ein Versuch, dies übersichtlich zusammenzufassen. Die Gesteinsgottheit ist bereits mit gutem Beispiel vorangegangen und hat für einen Asteroidenring gesorgt, ihr dürft es ihr gerne gleichtun. Oder anders kreativ werden. Wenn ihr zum Beispiel aus irgend einem Grund Monde haben wollt, könnt ihr bestimmt eine Möglichkeit finden, jene Gottheit von der Idee zu überzeugen. Das wäre doch zum Beispiel eine tolle Option für die Aufmerksamkeits-Aufgabe. :)

Mein Vorschlag wäre, außerhalb der Geschichten darüber zu diskutieren, auf was für eine Welt ihr eigentlich hinarbeiten wollt, und innerhalb der Geschichten zusammen- oder auch gegeneinanderzuarbeiten, damit sie so wird, wie ihr sie euch vorstellt.

Teto
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Re: Kapitel 2 - Erste Schritte

Beitrag von Teto » 9. September 2018 22:41

Ich weiß nicht wie viel Zeit seit meiner Entstehung vergangen ist. Ich habe die Sonnenzyklen nicht gezählt, auch wenn ich mir rückblickend wünsche ich hätte es getan. Aus meiner Sicht war es oft. Aber ich bin vermutlich auch kein neutraler Beobachter. Schließlich geht es hier um die Zeitspanne für mein gesamtes Dasein. Das alles kommt mir immer unwirklicher vor, je länger ich darüber nachdenke.

Allerdings lassen mir die Lieder, die ich höre, keinen Zweifel. Ich existiere, ich sollte mich über diesen glücklichen Zufall freuen und das beste daraus machen. Oh, und ich habe meine Zeit genutzt. Mir ist so viel über diese Welt klar geworden. Die Steine am Boden, die Strahlen des jungen Sterns, um den dieser Planet kreist, die Bewegung der Luftmoleküle. Ich habe es alles gesehen, alles GEHÖRT, und mich daran gütlich getan. Und ich merke zunehmend, dass es kein Ende gibt. Sobald ich das Gefühl habe, alles über die Natur einer Sache zu verstehen, höre ich neue Töne im Lied.
Wenn ich das Modell des Planeten betrachte, dass ich erschaffen habe, gibt es mir eine ungefähre Orientierung davon, wie die anderen Entitäten vorgehen. Zwar fällt es mir ausgesprochen schwer, sie auf diese Weise zu beobachten, allerdings scheinen sie mehr direkten Einfluss auf die Welt auszuüben als ich. Auch wenn der Asteroidengürtel, der sich am Himmel gebildet hat, vermutlich das offensichtlichste Wirken ist, macht er mir keine Sorgen. Im Gegenteil, ich finde ihn ausgesprochen interessant. Er addiert einige völlig neue Melodien zum Himmel. Mit dem Wesen, das die Natur der Dinge verändert… verhält es sich anders. Von uns allen hat es zweifellos, die schönsten Wunder erschaffen. Ebenso wie die größten Schrecken. Ich weiß nicht, ob es sich überhaupt schert was es erschafft. Bisher hat es die Welt geschafft, die Missklänge selbst wieder auszuschalten, aber das Wesen dieser Entität bereitet mir dennoch größere Sorgen. Aktuell hält sie sich an einen Ort auf, den ich nicht erreichen kann. Ich spüre, dass er dort ist, knapp außerhalb der Grenzen dieser Welt, aber ich bin effektiv ausgesperrt. Zugegebenermaßen irritiert mich dieses kleine Detail mindestens genauso sehr, wie das Wirken des fremden Bewusstseins.

Ich merke, wie meine Gedanken schon wieder zu den Liedern um mich herum abdriften und unter normalen Umständen würde ich ihnen nur zu gerne nachgeben. Aber nicht heute. Heute werde ich meinen Entstehungsort verlassen. Der Gedanke weckt ein neues Gefühl in mir… Angst. Ich will hier nicht weg. Mein Globus war so viel Arbeit und ist so nützlich… und jetzt soll ich ihn zurücklassen? Hier ist es so schön. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wenn ich jetzt nicht den Willen aufbringe, ich diesen Ort nie verlassen werde. Nur leider muss ich das. Die Harmonie meines Seins ist diesbezüglich nicht sonderlich subtil. Ich vermute, es handelt sich um einen unterbewussten Wunsch von mir. Und wie hilft mir das bitte sehr weiter? Ich weiß ja nicht einmal wo ich hin will.

Langsam dehne ich meine spirituelle Masse nach vorne aus. Und ziehe mich dann von dort aus nach vorne. Und wiederhole das Ganze. Wieder und wieder. Nicht unbedingt die effizienteste Art mich fortzubewegen, aber darüber kann ich mir später Gedanken machen.
Als die Sonne am Horizont versinkt, ist das Plateau, auf dem ich entstanden bin nur noch in der Ferne sichtbar. Ich bin mit der Zeit schneller geworden. Allerdings ist es hier keineswegs so schlimm wie ich erwartet hätte. Ich bin näher am Kern des Planeten, was zu einer Verlangsamung des Taktes führt. In einem nahen Graben, gibt ein kleiner Lavastrom ein wahres Crescendo von sich. Er scheint mich förmlich zu ermutigen weiterzugehen.

Es gibt so viel. Felssäulen, feuerspeiende Berge, Krater, durchsichtige Steine. Blitze die vom Himmel herabstoßen und alles verbrennen. Die Melodien hüllen mich ein, erfreuen mich, füllen die Leere, bringen mich näher zur Vollendung. Ich ziehe weiter.
Ich habe schon wieder nicht die Tage gezählt und mich selbst in meiner Umgebung verloren. Meine Lernkurve ist diesbezüglich offensichtlich nicht die beste. Aber es waren genug um mir meinen Irrtum aufzuzeigen. Ich will nicht zu einem bestimmten Ort. Das Reisen genügt mir vollends. Alles was ich sehe ist genauso wundervoll wie mein Entstehungsort. Mittlerweile bin ich so schnell wie ein Sturmwind. Die Bewegung ist unterbewusst. Die Dinge könnten kaum besser sein.

Abgesehen von dem Fehler. Ich habe lange gebraucht bis er mir überhaupt aufgefallen ist, da er sich nur durch das Fehlen einer Melodie bemerkbar macht. Wäre ich nicht so viel gereist, wäre er mir vielleicht nie aufgefallen.
Es gibt fast nirgendwo Wasser. Sicher, es verdampft viel wegen der hohen Temperaturen. Aber auch die Luftfeuchtigkeit ist deutlich geringer als sie es sein müsste. Die Gräben sind unglücklich, weil nichts darin fließt. Die noch freiliegende Lava möchte abgekühlt werden. Wirklich…nachdem es mir aufgefallen ist, kann ich kaum ignorieren.

Rückblickend ist es kaum überraschend. Ich schaue hinauf zum Asteroidengürtel. Er besteht zum großen Teil aus Eis. Im Normalfall wäre vermutlich das meiste davon früher oder später auf den Planeten herabgestürzt und verdampft. Wie es hätte passieren SOLLEN. Aber jetzt befindet es sich aufgrund gewisser externer Bemühungen auf einer stationären Umlaufbahn. Das Lied ist traurig und es HÖRT EINFACH NICHT AUF….
Mühsam versuche ich mich wieder zu beruhigen. Es gelingt mir zumindest halb. Vermutlich ist der Entität, die den Gürtel geschaffen hat, selbst nicht klar was sie angerichtet hat. In der Hinsicht ist mein Zorn wohl ungerechtfertigt. Das ändert aber nichts daran, dass irgendjemand die Situation in Ordnung bringen muss. Schätzungsweise ich.

Ich überlege mir Lösungsansätze. Die Asteroiden auf den Planeten herabzuziehen fällt weg. Primär deshalb, weil ich nicht die geringste Ahnung habe, wie ich das anstellen soll. Sie sind so weit weg. Es ist mir ein Rätsel, wie das andere Wesen sie überhaupt beeinflussen konnte. Demnach muss ich zusätzliches Wasser auf dem Planeten erschaffen und verteilen, um einen gesunden Kreislauf zu erschaffen. Meine Gedanken driften langsam ab…
Ich kehre zu meinem Globus zurück. Er wird mir hierbei helfen, die Mengen an Wasser zu verwalten. Erstmal muss ich überhaupt eine Quelle erschaffen. Ich singe und das Wasser in der Umgebung hört mich. Ich bitte und es kommt. Der Vorgang fühlt sich ganz natürlich an, nur von Instinkten getrieben. Wenige Momente später beginnt es vor mir aus dem Boden auszutreten. Es plätschert fröhlich. Ein kleiner schwacher Strom. Verwundbar, aber für den Anfang ausreichend.
Ich nehme eine geringe Verstärkung einiger Melodien vor. Gerade genug, damit etwas mehr Wasser austritt als es sollte. Ein schwacher Riss im Gewebe der Kausalität, kaum wahrnehmbar. Nun muss ich den Überschuss nur noch verteilen. Ich nehme mir willkürlich 152 Gegenden von meinem Globus, möglichst weitverteilt. Das Wasser will reisen, ebenso wie ich. Es braucht lediglich einen kleinen Schubs. Ich erzähle ihm von den Wundern, die ich gesehen habe. Was es an seinen Zielorten finden wird. Und schon fließt ein Strom los, fest entschlossen sein Ziel zu erreichen, er lässt sich nicht mal von der Schwerkraft abhalten, die eingeschüchtert von ihm zurückweicht. Der junge Fluss spaltet sich nach kurzer Zeit in zwei weitere auf.

Als sich langsam, die logisch denkenden Aspekte meiner Selbst reaktivieren…mir war nicht einmal bewusst, dass sie weg waren… starre ich verwirrt auf mein Werk. Wie habe ich das gemacht? Es ist definitiv funktional. Die Teile des Wassers, die versickern, fließen zur Quelle zurück, wo sie vermehrt den Boden durchbrechen. Eine ewige Quelle. Das sollte eigentlich unmöglich sein. Mir wird langsam klar, dass ich meine eigenen Kräfte nicht einmal ansatzweise verstehe. Kein sehr schöner Gedanke. Ich sollte mich vermutlich bemühen, diesen Umstand zu verändern. Vorzugsweise bevor ich versehentlich den gesamten Planeten überflute, weil ich diese Quelle nicht loswerden kann. Oder würde sich die merkwürdige Trance, in der ich war sich wieder aktivieren?

Wenn meine Kräfte die Quelle erschaffen haben, dann sollte sie eigentlich noch Rückschlüsse ermöglichen. Als ich anfange zu lauschen, merke ich was für eine Aufgabe ich mir gesetzt habe. Ich suche nach geringsten Spuren in einem unglaublich komplizierten Konstrukt. Meine gesamte Essenz fängt an zu schmerzen, während ich tiefer grabe und ich beginne zu zweifeln.

Und dann finde ich ihn: den Wunsch. Er stellt sowohl meinen Kern, als auch den der Quelle dar. Sie existiert so, weil ich es wollte… Mir war schon klar, dass dieser Effekt mich erschaffen hat. Aber das ich damit solchen Einfluss auf die Welt nehmen kann, habe ich nicht kommen gesehen. Könnte ich wenn ich wollte andere Wesen wie mich erschaffen? In jedem Fall ist das eine Frage für einen späteren Zeitpunkt. Ich ziehe meine Essenz schonend zusammen.

Vermutlich sollte ich mir erstmal über meine eigenen Wünsche im Klaren werden. Wenn sie sich nicht mit dem decken, was ich will, könnte die Situation leicht eskalieren. Das erlaubt mir dann vielleicht auch mehr Kontrolle über meine Fähigkeiten zu erlangen.
Ja, ich werde viel nachdenken müssen. Aber nicht hier. Es gibt noch mehr als genug Orte, an denen ich noch nicht war. Ich breche wieder auf, Richtung Horizont. Und das Wasser folgt mir.

Punkteverteilung:
1 Punkt für die Domäne „Reisen“
1 Punkt für die Domäne „Fließendes Wasser“
1 Punkt für das Wunder „unendliche Quelle“
1 Punkt für das Wunder „über die Welt verteiltes Flussnetzwerk“
1 Punkt für die Frage nach der Funktionsweise der Kräfte
Verbleibt 1 Punkt für was auch immer ihr meint, was ich vergessen habe ^^

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