Degenisis

Gesperrt
Benutzeravatar
Kolja
Igor
Beiträge: 92
Registriert: 27. April 2007 14:02

Degenisis

Beitrag von Kolja » 1. Februar 2012 08:30

So, damit ich auch mal Bericht über Runden erstatte, hier unsere Degenisis-RUnde im Missionsbericht-Stil.

Vorspann
Dunkle Wolken fegen über den Abendhimmel. Bald wird es dunkel werden
und kalt. Die alte Hauptstraße liegt bereits tief im Schatten der Betonruinen.

Seit Jahrhunderten scheint die Stadt verlassen – ihre einzigen Bewohner sind Staub und Knochen. Nur der eisige Wind ist lebendig. Er pfeift durch löchrigen Fassaden und heult dabei wie ein verwundetes Tier.

Eine einsame Gestalt stolpert die Straße entlang und nähert sich den Überresten des einstigen Marktplatzes. Mit jedem schleppenden Schritt wirbelt Staub auf, der eine weitere Kruste Dreck auf seiner zerrissenen, blutverschmierten Uniform bildet. Kräftige Muskeln bewegen sich geschmeidig unter der Kleidung, doch der Blick des Soldaten ist ängstlich, unstetig, gleich einem Tier, das in eine Falle geraten ist. Hin und wieder dringt ein Wimmern über seine Lippen.

Plötzlich ertönt ein leises „Plopp“. Der Soldat zuckt zusammen. Er zieht einen kleinen Pfeil aus seinem Hals und starrt ihn verständnislos an. Dann springen Gestalten zwischen den Trümmern hervor und kreisen ihn ein. Speere zeigen auf ihn, bereit zuzustoßen. Einen kurzen Moment herrscht Stille in der Einöde sogar der Wind ruht für einen Augenblick. Niemand bewegt sich.

Plötzlich springt der Soldat eine der neoprenumhüllten Gestalten an. Schneller als das Auge zu folgen vermag entreißt er diesem die Waffe und schleudert ihn durch die bröckelige Mauer der nächsten Ruine. Ein dumpfes Knacken kündet von einem gebrochenem Rückgrat. Dann greifen die Spitalier1 an. Der Soldat pariert den ersten Angriff, rammt seinem Gegner den erbeuteten Speer in den Brustkorb und stemmt ihn mit einem Grunzen über den Kopf. Geschmeidig wirbelt er herum und schmettert – einem Hammer gleich – den kreischenden Angreifer auf den nächsten Spitalier nieder.

Das Kreischen verstummt. „Plopp“, ein weiterer Pfeil landet im Nacken des Soldaten. Er wischt ihn geistesabwesend zur Seite. Die anderen Gestalten weichen zurück, niemand will diesem Wahnsinnigen zu nahe kommen. Der wirre Blick des Soldaten huscht von einem Spitalier zum nächsten, sucht eine Lücke in ihrem Kreis. Dann bemerkt er den Preservisten2, der mit einem Gewehr hinter dem verfallenen Denkmal eines Reiters in Deckung gegangen ist. Mit zitternden Fingern versucht dieser einen weiteren Pfeil nachzulegen. Der Soldat rennt los. Ein Spitalier versucht sich ihm in den Weg zu stellen und wird beiläufig umgerannt. Fertig, das Gewehr ist wieder einsatzbereit. Mit einen ängstlichen Keuchen stützt der Preservist seine
Waffe auf den abgebrochenen Hals des steinernen Pferdes auf. Angstschweiß läuft ihm in die Augen. Er zielt. Der Soldat rast heran. 10 Meter – 5 – der Preservist drückt ab. Ein trockenes Klicken ertönt. Ladehemmung. Er schließt die Augen und erwartet den tödlichen Schlag. Doch nichts passiert.

Nach ein paar Sekunden schaut er sich vorsichtig um und sieht den Soldaten vor sich im Staub liegen. Die Droge hat gewirkt. Endlich.
Vorsichtig berührt er den Mann mit seinem Speer. Keine Reaktion. Dann kniet er sich neben ihm nieder, greift nach dessen Hand und betrachtet den Handrücken.

Deutlich sieht man eine Tätowierung zwischen all den blutigen Kratzern und
dem Dreck. Eine blaue 500. Er richtet sich wieder auf und winkt seine überlebenden Kameraden heran. Hastig fesseln sie den Soldaten mit Kabelbindern. Dann legen sie den Bewußlosen auf eine Bahre und marschieren nach Südwesten.

Die Leichen ihrer Kameraden lassen sie in der Dunkelheit zurück. Drei neue
Bewohner für die Stadt aus Staub und Knochen.
1Ein Kult, der sich der Medizin und Forschung verschrieben hat
2Die Kampfeinheiten der Spitalier
GMing is like fishing. You cast out your hooks, wait for the hapless fish to bite, then beat them with a paddle.

Benutzeravatar
Kolja
Igor
Beiträge: 92
Registriert: 27. April 2007 14:02

Re: Degenisis

Beitrag von Kolja » 1. Februar 2012 08:44

Der Hellvetiker(1) Matteo sitzt über ein Blatt Papier gebeugt etwas abseits von der Gruppe und formuliert seinen Missionsbericht. Des Schreibens nur mäßig mächtig murmelt er jedes Wort leise vor sich hin, während er sorgfältig die Buchstaben malt. Isabella hat sich in seiner Nähe betont desinteressiert niedergelassen, lauscht und denkt sich ihren Teil.

Missionsbericht 1. Teil:
Ich bin am XX.XX (Datum) in Bologna(?) angekommen, und direkt zu den Spitaliern gegangen. Nach der üblichen Desinfektionsdusche wurde ich in einen Raum mit weiteren Söldnern gebracht. Uns wurde von einem Arzt, der sich nicht vorstellte, ein Zwischenauftrag gegeben. Wir sollen einen
Transportjob übernehmen.

Das Zeug war gar nicht schlecht.
Sollte man bei Gelegenheit mal abgreifen.


Die restliche Söldnergruppe besteht aus einem Richter(2) namens Janos, wohl ein Vollstrecker, einer Apokalyptikerin(3) namens Isabella, ahrscheinlich eine Prostituierte, Emanuel einem Wiedertäufer Orgiast(4) und schließlich zwei Sipplingskriegern(5), einen Mann namens Urban und einer Frau namens Kacha. Ihre Bewaffnung ist mäßig und nur für Nahkämpfe zweckmäßig.

Die Bewaffnung des Hellvetikers ist ziemlich gut,
aber seine Rüstung für „Nahkämpfe“ nur mäßig geeignet.


Uns wurde ein neongelbes, mit einem Spitalierzeichen versehenes Fass zum Transport nach Firenze gegeben. Wir trafen nach X Tagen auf eine Richterblockade. Die Richter wollen ihr Protektorat erweitern und dazu die Versorgungsrouten zwischen den Wiedertäufern und den Spitaliern unterbrechen.

*hihi* Wir haben das Fass verkleidet.

Nach einer langwierigen Grundsatzdiskussion zwischen Janos und seinen Kollegen kamen sie leider zu keiner Einigung.

Es dauerte E W I G ! Vor lauter Langeweile wollte ich mit dem sabbernden
Orgiasten ins Bett gehen. Aber der braucht tatsächlich Privatsphäre, um einen hoch zu kriegen. *kichert*
PS: Natürlich hatten alle Richter Recht.


Isabella und ich stellten dann einen von ihnen vor die Wahl zwischen einer Kugel von mir oder einer Nacht mit ihr. Er entschied sich klugerweise für letzteres.

Hatten „wir“ das so geplant, ja …

Ich bin mir sicher, dass die Spitalier uns absichtlich durch diese Blockade geschickt haben. Das Transportgut ist zu auffällig und ich kann mir nicht vorstellen, dass denen die Blockade bis jetzt nicht aufgefallen ist. Ich mag es nicht, wenn ich, oder auch andere Hellvetiker, in Kultkonflikte hineingezogen werden.

Berichtende.
Obergefreiter Matteo


1-Die Überrester des Schweizer Militärs. Überleben als Söldner und "Zöllner", d.h. Wegelagerer.
2-Richter sind ein Kult die sich Recht und Ordnung verschrieben haben.
3-Apokalyptiker sind ein hedonistischer Kult, der glaubt die Apokalypse ist bereits im vollen Gange und man sollte deswegen die Zeit die einem bleibt genießen.
4-Wiedertäufer sind ein religiös-fanatischer Kriegerhaufen, der sich dem Kampf gegen den Demiurgen - den Sporen die Menschen mutieren lassen - gewidmet haben
5-Sipplinge sind einfach nur Leute aus kleinen Sippengemeinschaften.
Zuletzt geändert von Kolja am 1. Februar 2012 08:57, insgesamt 1-mal geändert.
GMing is like fishing. You cast out your hooks, wait for the hapless fish to bite, then beat them with a paddle.

Benutzeravatar
Kolja
Igor
Beiträge: 92
Registriert: 27. April 2007 14:02

Re: Degenisis

Beitrag von Kolja » 1. Februar 2012 08:53

Missionsbericht: 2. Teil (Matteo) Missionsbericht (Isabella)
[st]Spitalier sind noch größerer menschlicher Abscha[/st]
Kurz nachdem wir uns an dem Sperrposten der Richter vorbei geschlichen hatten, verließ Urban uns. In seinem Aberglauben ertrug er die Nähe der umliegenden Sporenfelder nicht. Danach verlief die Reise zur Mine ereignislos.

Während ich einem der Richter seine Wache etwas versüßt habe, sind die anderen durch die Sperrung gehuscht.


Die Mine selbst schien auf den ersten Blick verlassen. Kacha und Emanuel entdeckten jedoch die Spuren einiger Menschen, die in die Mine führten.

Lustig wurde es, als die Männer versuchten, das Tor auf
zu bekommen...


In der Mine selbst fanden wir eine Karte an der Wand, die wahrscheinlich noch aus der Zeit vor dem Meteoriteneinsturz stammt.

Ich bin mir sicher, dass über der Karte groß das Wort
„Falle“ stand. Leider kann ich nicht lesen.


Sie wurde mit Symbolen versehen, die den Weg zum Spitalierposten zeigten. Auf unserem Weg dorthin sahen wir Blut- und Kampfspuren von Spaltenbestien(1), die – wie wir später herausfanden – von den Spitaliern dort „gehalten“ werden und von diesen Drecksäcken losgelassen wurden und offenbar einen Menschen erjagt hatten.

Im Vorposten selbst wurden wir von einem Mann begrüßt, der sich – nicht sehr überzeugend – als Spitalier ausgab. Als er von uns verlangte, unsere Ausrüstung vor dem Weitergehen in einen Schrank zu packen, stellten wir ihn zur Rede:

Nicht nur die Verkleidung war mies. Auch bei der Umgebung hatten die sich so gar keine Mühe gegeben.
Und es gab keinen Alkohol. :-(


Emanuel entwaffnete ihn und es begann ein Kampf zwischen ihm und Emanuel, Janos und Kacha.

Janos hielt ihn von hinten im Würgegriff und Kacha schlitzte ihm den Bauch auf. Das Blut spritzte. Sie war noch nie so schön!

Ich behielt die vordere Tür im Auge; Isabella teilte uns mit, dass die Eingangstür verschlossen war. Nachdem der Mann überwältigt war, warf einer seiner Gefährten durch die vordere Tür eine Giftgasgranate in den Raum. Die meisten von uns stürmten in seine Richtung vor, um die restlichen Gegner außer Gefecht zu setzen.

Anscheinend kann man auch ohne Eingeweide schreien.
Das jedenfalls tat unser Möchtegern-Spitalier bis zu
seinem Tod.


Einen kurzen, aber sehr verwirrenden Kampf später waren alle Feinde tot
und von uns niemand ernsthaft verletzt. Lediglich Kacha hatte etwas zu viel
von dem Gas eingeatmet.

*...lalala...*

Das feindliche Team bestand aus 4 Leuten. Ein Schrotter, ein Apokalyptiker
und 2 weitere Männern ohne bekannte Kultzugehörigkeit.

*schweigt lieber*


Wir folgten dem Gang weiter in den Posten hinein und durchsuchten das dortige Lager, wo wir mehrere tote Spitalier fanden. Dann öffnete sich ein Tor und ein Präservist begrüßte uns. Er teilte uns mit, dass wir den „Test“ bestanden hätten. Sie hätten das gegnerische Team angeworben, um uns das Fass wegzunehmen. Es sei eine Art Wettkampf gewesen, um zu ermitteln, welche Gruppe den bereits früher erwähnten Auftrag bekommen solle.

Spitalier haben doch Humor.

Der Tod ihrer Schüler schien dabei billigend in Kauf genommen worden zu sein. Ja, sie haben uns in eine Falle gelockt und ihre eigenen Schüler als Köder geopfert. Für einen Test. [st]Spitalier sind Dreck.[/st]

Ist etwa irgendwer gestorben, um den es schade ist?

Wir haben beschlossen die Nacht in den Containern vor der Mine zu verbringen. Morgen begeben wir uns auf den Rückweg.

*räkelt sich erwartungsvoll auf dem Sofa in ihrem
Container*


Berichtende
Obergefreiter Matteo Isabella
GMing is like fishing. You cast out your hooks, wait for the hapless fish to bite, then beat them with a paddle.

Benutzeravatar
Kolja
Igor
Beiträge: 92
Registriert: 27. April 2007 14:02

Re: Degenisis

Beitrag von Kolja » 1. Februar 2012 08:59

Der Rückweg nach Bologna verlief ohne Probleme. Dort angekommen gab uns ein Spitalier namens Barlig den eigentlichen Auftrag. Wir sollen Informationen über ein altes Artefakt finden. Woher es kommt und wozu es da ist. Das Artefakt ist ein Plastikding mit einem Symbol auf einer Seite. Die einzige Information die uns dazu noch gegeben wurde ist, dass das Artefakt bei einem, inzwischen verstorbenen, Mann gefunden wurde. Irgendwo an der Front zwischen Wiedertäufer und Jehammedaner.
Sonst ist nichts bekannt. Na klar.

Wir fragten zuerst in der Stadt nach dem Symbol um. Das Symbol ist den hiesigen unbekannt. Allerdings ein Schrotter namens TV sucht eine Ruine im Osten. Wir verfolgten ihn auf gut Glück. War sinnlos. Danach fragten wir etwas in der Kriegszone herum. Ebenfalls ohne Ergebnis.

Währenddessen wurden wir allerdings verfolgt. Wir stellten den Verfolgern eine Falle und töteten Zwei von ihnen. Nach einigen Irreführungen von Isabella fanden wir in Bologna heraus, dass sie Brandoari sind. Sie sind eigentlich hinter Isabella her.

Emanuell nahm Geld an um sie auszuliefern. Teammitglieder scheinen mir alle nicht besonders vertrauenswürdig.

Da wir keine andere Informationsquellen mehr hatten, ging Janos zu den Chronisten und gab ihnen das Artefakt zur Untersuchung. Die einzige Information die sie raus rückten war, dass das Artefakt von einer alten Organisation, einem „Unternehmen“, stammt. Da sie allerdings uns eine Fälschung zurück gaben lag die Annahme nah, dass sie mehr wussten.
GMing is like fishing. You cast out your hooks, wait for the hapless fish to bite, then beat them with a paddle.

Benutzeravatar
Kolja
Igor
Beiträge: 92
Registriert: 27. April 2007 14:02

Re: Degenisis

Beitrag von Kolja » 1. Februar 2012 09:04

Daraufhin mussten wir bei den Chronisten einbrechen. Nachdem wir uns durch den Hintereingang einlass verschaffen haben, durchsuchten wir zuerst die verschiedenen Räume. Wir fanden Vermerkungen über eine „Schlüsselkarte“.

Als wir nicht mehr weiterkamen befragten wir den dortgebliebenen Chronisten der wohl ein Schüler war. Dieser konnte uns mitteilen, dass die Karte von einer „Recombination Group“ stammt. Diese Organisation aus der alten Zeit hatte wohl verschiedene Standorte. Weiterhin konnte uns der Schüler sagen, dass seine beiden Kollegen Richtung „Hellvetika-Süd“, einem größeren Standort der Chronisten unterwegs sind.

Wir verließen so schnell wie möglich Bologna. Wir wollten durch eine Abkürzung die Chronisten einholen. Bei der Reise Querfeldein trafen wir auf einen Bunker dessen Bewohner wohl feindselig waren. Uns schlug Maschinengewehrfeuer entgegen. Da niemand von uns eine Bewaffnung hatte um sich mit dem Schützen anzulegen, gingen wir in Deckung und warteten die Nacht ab.

In der Nacht konnten wir um den Bunker herum gehen. Nach 1-2 Stunden Marsch mussten wir allerdings rasten. Während der Nacht wurden wir durch
Motorengeräusch von einem Angriff gewarnt. Ein Mann auf einem Buggy griff uns mit einer Maschinenpistole an. Leider schaffte er es tatsächlich mich zu verletzen bevor ich ihm durch einen Kopfschuss ausschalten konnte.
Verbrauch von 2 Kugelnzu melden (Feind trug Kugelsichere Weste).

Meine Vermutung ist, dass die unbekannten Angreifer Bleicher(1) waren. Schlecht ausgebildet und undiszipliniert. Aber schwer bewaffnet und zu viel Munition.

Wir verließen möglichst schnell das Areal. Am Tag daraufhin kamen wir wieder auf die Hauptstraße. Wir warteten, teilweise versteckt, auf die Chronisten. Janos führte die Verhandlungen mit den Chronisten und sagte wohl was falsches. Die Chronisten zogen ihre Waffen und eröffnetetn das Feuer. Wir feuerten zurück. Endergebnis - 2 tote Chronisten.
Verbrauch von 3 weiteren Kugeln zu melden (einmal verfehlt).

Isabella fand beim durchsuchen der Leichen Narben an den Handgelenken. Eine Schnitt mit dem Messer später fanden wir RFID-Chips die wohl zur Identifizierung dienen. Wir hoffen damit in das Chronistenlager eindringen zu können.

1-Leute die sich nach dem Meteoriteneinschlag in Bunker zurückgezogen haben und dort dann die nächsten 400 Jahre geblieben sind.
Auch bekannt unter "verrückte kleine Gnome".
GMing is like fishing. You cast out your hooks, wait for the hapless fish to bite, then beat them with a paddle.

Gesperrt