ERPS in der A-Runde

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ERPS in der A-Runde

Beitrag von Andrenalin » 25. April 2010 21:15

Lichbringer zum Gruße verehrte Mitglieder vom Orden des Lichts

Am 5.5.2010 um 18:00 treffen wir uns zum Durchstarten. Wir werden dann eure Charaktere und Hintergründe erstellen.

Wenn ihr mir eine PM schickt, dann kann ich euch das Spielerbuch zu senden.

Euer Andre
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Re: ERPS in der A-Runde

Beitrag von Andrenalin » 9. Mai 2010 10:33

Mit Freuden begrüßen wir unsere neuen Ordensmitglieder:


Die willensstarke und führungsbefugte
Bringerin des Lichts Theodora von Belegarn aus Ilphis

Der junge und fleißige
Novize des Lichts Tjark von Birgsfluß aus Dhu

Der geschickte und ehrenhafte
Ritter des Lichts Rüdiger von Westenstein aus Westenstein

Der talentierte und genügsame
Streiter des Lichts Edmund Schütze aus Höhenstein

Der starke und junge
Knappe des Lichts Winfried von Baum aus Aldrich


Im Namen aller Ordensmitglieder des Tempels zu Höhenstein
heißen wir Äbtissin des Lichts Theodine von Deliosstein Euch
willkommen.
Zuletzt geändert von Andrenalin am 21. Mai 2010 19:38, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: ERPS in der A-Runde

Beitrag von Arakano » 9. Mai 2010 14:34

Charakterhintergrund

Edmunds Vater war bereits ein Berufssoldat, ein Bogenschütze in der gräflichen Garde. Seine Mutter war eine einfache Bauerstochter, die jedoch in ihrer Pubertät gewisse Psi-Fähigkeiten entwickelte. Erschrocken von diesen rätselhaften Kräften betrachtete sie diese als eine Versuchung des Bösen. Ihr Vater bestärkte sie darin, da er solche Fähigkeiten als männliches Vorrecht betrachtete. So entwickelte Edmunds Mutter eine starke Religiösität, um sich gegen die Versuchungen ihrer Kräfte zu wappnen. Sie verließ ihr heimatliches Dorf aus Angst, man könnte dort ihr Geheimnis entdecken, und suchte eine Anstellung als Magd in der Stadt. Dort traf sie schließlich Edmunds Vater, der sich in sie verliebte. Als einer der besten Schützen der Grafschaft hatte dieser nicht nur eine feste Einstellung als Soldat gefunden, sondern besserte sein Einkommen gelegentlich bei Bogenschuß-Wettbewerben auf. So war es ihm möglich zu heiraten und ein bescheidenes Häuschen für seine Familie zu erwerben.
Es war ein schlichtes Leben für die Familie Schütze, aber im wesentlichen ein glückliches. Den Eheleuten wurden drei Kinder geschenkt: eine Tochter, Roswitha, Edmund als zweites Kind, und schließlich eine weitere Tochter, Edith.
Während Edmunds Vater, Edgar, seinen Sohn schon früh im Bogenschießen und im Schwertkampf ausbildete, setzte sich seine Mutter dafür ein, ihm eine fromme Erziehung zu Teil werden zu lassen, und ermöglichte es Edmund, der die mystische Begabung seiner Mutter geerbt hatte, von einem Priester in wesentlichen Grundlagen der Magietheorie und der Meditation unterrichtet zu werden. Für die Glaubenslehre und theologische Kenntnisse erwies Edmund dagegen zum Kummer seiner Mutter keine Neigung und behielt kaum etwas von seinen Lektionen, auch wenn er durchaus gläubig ist.

Als er das Mannesalter erreichte, entschied sich Edmund, nicht der gräflichen Garde beizutreten wie sein Vater sondern den Streitern des Lichts. Dies lag unter anderem daran, dass sein Vater kurz zuvor in einem Einsatz gegen Wilderer gefallen war; Edmund empfand dies als Schmach, denn die Rehe eines Grafen zu beschützen erschien ihm nicht als die eines wahren Kriegers würdige Aufgabe. Seine alte Mutter war hocherfreut von seiner Entscheidung. Sie lebt immer noch in dem kleinen Häuschen der Familie, wo sie und ihre jüngere Tochter sich ein Auskommen mit Stick- und Näharbeiten verdienen, welches Edmund gelegentlich durch kleinere Geldsummen aufbessert.

Edmund ist großgewachsen und eher hager, mit braunem Haar und blauen Augen. Er ist recht genügsam und trinkt Alkohol nur in Maßen, um seine ruhige Hand nicht zu verlieren.
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Re: ERPS in der A-Runde

Beitrag von Dagda » 20. Mai 2010 14:31

Grüße,
wollte mich bei allen beteiligten für die nette Runde gestern bedanken. Hat mir viel spass gemacht und hoffe auf weitere interessante Abende. Dann auch hoffentlich in voller Besetzung.

Bis dahin wandelt im Licht des Einen und mögen die Heiligen Eure Schritte leiten und beschützen.

Rüdiger von Westenstein
Ritter des Lichts

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Re: ERPS in der A-Runde

Beitrag von Andrenalin » 20. Mai 2010 22:12

Lichtbringer mit Euch tapfere Ordensmitglieder,

Das war gestern ein wirklich gutes Spiel mit vielen interessanten Einlagen. Auch ich freue mich schon auf das nächste Mal. Ich habe dann auch eine kleine Überraschung für Euch.

Bis dann und möge Lichtrbinger's Auge über Euch scheinen.
Andre
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Re: ERPS in der A-Runde

Beitrag von Arakano » 24. Mai 2010 16:16

Ich hoffe nur, dass sich die gruppeninternen Spannungen langfristig nicht negativ auf den Erfolg unserer wackeren Helden auswirken...
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Re: ERPS in der A-Runde

Beitrag von Andrenalin » 24. Mai 2010 19:32

Seid mir gegrüßt Edmund,

nein ich glaube nicht, es fördert das Rollenspiel und wird das eine oder andere
noch ans Tageslicht befördern. Wer weiß was noch kommen wird.

Andre
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Re: ERPS in der A-Runde

Beitrag von Andrenalin » 11. Juli 2010 19:21

Die Ordensbibliothek zu Höhenstein hat einen neuen Bericht von dem edlen Ritter des Lichts Rüdiger von Westenstein bekommen. Ihre Exzellenz Theodine von Deliosstein.

Tempel des Lichtordens zu Höhenstein
Im April des Jahre 155


Reise und Investigationsbericht der Reisegruppe um die Lichtbringerin Ihre Hochwürden Theodora von Belegan in Begleitung des Ritter des Lichts Rüdiger von Westenstein.

Grund der Reise:
Untersuchung des durch den Ritter des Lichts Wiene von Tylla und seinem Begleiter Bringer des Lichts Zedrig von Zigur überbrachte Nachricht vom ungeklärten Tot des Försters und Jagthofverwalter vom Grafen zu Höhenstein.

Verfasst durch die Hand des Ritter des Lichts Rüdiger von Westenstein

Gelobt sei die Gemeinschaft der Heiligen und möge ihr Wohlwollen unser Leben erleichtern und leiten. Dies ist der Reisebericht der Gruppe um die Bringerin des Lichts Theodora von Belegan und des Ritter des Lichts Rüdiger von Westen, sowie deren Begleiter. Folgende Personen sind als Teil der Reisegruppe zu benennen:
- Theodora von Belegan
- Rüdiger von Westenstein
- Detlef von Baum Knappe
- Streiter Schütze
- Novize Tjark von Birgsfluss

Am Morgen des ersten April wurde ich vom Feldherrn Walter von Burgund in Kenntnis gesetzt, dass die Äbtissin des Tempels des Lichts zu Höhenstein, ihre Exzellenz Theodine von Deliusstein eine ihrer Lichtbringerinen Theodora von Belegan damit beauftragt hat den von den Ordensmitgliedern Tylla, Ritter des Lichts und seinem Begleiter Zedrig von Zigur berichteten Tod des Forstverwalters der Grafschaft zu Höhenstein zu untersuchen und mich zu ihrem Schutze zur Verfügung gestellt hat. Laut des Berichtes der beiden Ordensmitglieder scheint es zu Ungereimtheiten und klärungsbedürftigen Tatsachen gekommen sein, die eine Untersuchung der Todesumstände Erforderlich machen. Um nicht über Sachen zu spekulieren, die ich nicht mit eigenen Augen gesehen habe verweise ich auf den Reise Bericht der eben genannten, der sich ebenfalls im Archiv des Tempels befindet.

Da das Forsthaus in einer uns beiden nur wenig bekannten Gegend der Grafschaft liegt wurde uns der Streiter Schütze als Begleitung und Wegführer angeboten, da dieser sich wesentlich besser in dieser Region auskennt. Zusätzlich begleitete uns mein Knappe Detlef von Baum. Nach kurzer Reise Vorbereitung und Einsicht in den oben genannten Reisebericht brach unsere Gruppe in Richtung des Forstgutes Hirschwalde auf, in der Wine von Tylla und Zedrig von Zigur den Toten gefunden hatten. Zur Zeit unseres Aufbruchs war der Bericht der Beiden ca. 10 Tage alt. Somit lag der Tod des Försters mindestens 10 Tage, eher mehr in der Vergangenheit. Wir verließen den Tempel des Lichts kurz vor der Mittagsstunde. Da unser Ziel nicht weit von der Stadt entfernt lag sollten wir dies noch vor der Nacht erreichen. Dank der fachkundigen Führung des Streiters Schütze gelangten wir an unser Ziel ohne nennenswerte Zwischenfälle. Die Försterei liegt tief im Wald und bestand aus vier Gebäuden. Doch schon bei der Ankunft konnten wir erkennen, dass eines der Gebäude vom Feuer verzehrt worden war und somit seinen ursprünglichen zugedachten Nutzen nicht mehr erkennen ließ. Die weiteren Gebäude waren zum einen das Forsthaus selbst, sowie die Stallungen und eine Herberge, die wohl hauptsächlich zur Unterbringung von Jagdgesellschaften und deren Gefolge gedacht waren. Nach kurzen Überlegungen und der Vertreibung einer Broschwigfamilie entschlossen wir uns die Gebäude auf Hinweise und eventuelle Spuren zu durchsuchen. Es stellte sich bei näherer Betrachtung heraus, dass das Forsthaus sich in einem schlechten Zustand befand. Ganz im Gegensatz zu den anderen Gebäuden wie den Stallungen und der Herberge. Kurz bevor der Streiter Schütze das demolierte Haus betreten konnte, sprang ihn aus dem Inneren ein Hund an. Nach Überwältigung des Tieres konnten wir die Hütte betreten.

Auch im Inneren des Forsthauses konnten wir Spuren der Verwüstung finden. Ich kann nicht genau sagen wodurch das Innere des Hauses sowie Mobiliar und andere Einrichtungsgegenstände in so einen Zustand der Verwüstung gekommen sind. Es schien gar so als ob Belfast selbst durch das Haus geschritten ist und die Winde die Ihm folgen eine solche Unordnung hinterlassen haben.

Zusätzlich im Haus fanden wir die Leiche des Försters. Mögen sich die Heiligen seiner armen Seele erbarmen und dafür sorgen, dass seine Seele den Weg ins Jenseits gefunden hat. Der Anblick des Leichnams war schockierend wie verwunderlich. Ich bin durchaus den Anblick von Leichen gefallener Kriegern gewöhnt und verfüge auch über gewisse Kenntnisse der verschiedenen Stadien der Verwesung, doch wie der Leichnam des Försters in diesen Zustand kommen konnte, indem wir ihn vorfanden war und ist mir nach wie vor ein Rätsel und übersteigt meinen Verstand um Weiten. Auch die Bringerin des Lichtes schien erst mal keine plausible Erklärung finden zu können.

Der Anblick war gar schauderhaft und man möge mir meine Worte verzeihen, aber die Augen des Toten, die zuvor von einer bestialischen Kreatur oder einem gar und gar verdrehtem Geist entfernt worden waren schienen immer noch einen selbst im Tode anzustarren. Nicht nur mir ging es so, sondern auch meinen Begleitern, die ebenfalls ein ungutes Gefühl äußerten, als sie der Leiche ansichtig wurden. Gleichsam schien es, dass das Leben aus dem armen Förster gerade zu herausgesaugt worden zu sein schien. Der Leichnam sah ungewöhnlich gealtert aus und widersprach somit den Beschreibungen des Streiters Schütze, der ihn als einen weitaus jüngeren Menschen beschrieben hatte. Diese Umstände sprechen schon für ein ganz und gar unheiliges Geschehen, aber die Ereignisse, die sich in der folgenden Nacht noch ereignen sollten unterstreichen dies noch mehr. Aber der Reihe nach. Nachdem wir die restlichen Gebäude und die nähere Umgebung durchsucht hatten, zeigte sich, dass die Umgebung keine weiteren auffälligen Spuren aufwies und als relativ sicher erschien. Wir beschlossen auf Grund der fortgeschrittenen Zeit die Nacht in dem Jagdhaus zu verbringen und brachten unsere Tiere in den Stallungen unter. Wir beschlossen eine Leichenwache abzuhalten und am nächsten Tag um die Mittagsstunde die Begräbniszeremonie für den getöteten Förster abzuhalten.

Wir hatten uns entschlossen jeweils zu zweit und somit in zwei Schichten die Totenwache aufzuteilen. Während sich die Lichtbringerin in Begleitung des Streiters Schütze zur Ruhe begaben, übernahmen ich und mein Knappe Detlef von Baum den ersten Teil der Wache.

Die nun folgenden Beschreibungen der Ereignisse sind so wiedergegeben, wie ich mich an sie erinnere und meine erlebt zu haben. Dennoch ist das Geschehene so unglaubwürdig, dass sich jegliche logische irdische Erklärung nahezu von selbst ausschließt. Mögen die Heiligen über meine Worte richten und mir die richtigen Sätze in die Feder legen, um die Geschehnisse der Wahrheit gemäß zu beschreiben. Wir begannen zur fortgeschrittenen Stunde die Totenwache. Die Leiche des Försters hatten wir mit einem Tuch bedeckt in seiner Hütte aufgebahrt. Den Hund, der ihn noch nach seinem Tode ein treuer Begleiter gewesen ist und seinen Herren Tapfer verteidigt hatte, hatten wir zu seinen Füßen gelegt. So wachten wir neben dem Leichnam, sodass er den Weg ins Reich der Toten nicht ohne den gebührenden Beistand finden möge. Doch nach einiger Zeit drängte sich uns das Gefühl des Unbehagens auf. Wir, ich und mein Knappe konnten uns des Gefühls nicht erwehren, dass wir uns beobachtet fühlten. Natürlich ist man nicht jeden Tag in der Situation an einem so merkwürdigen Ort an dem so unbekannte Ereignisse geschehen sind eine Totenwache abzuhalten, dennoch wurde das Gefühl mit der Zeit aufdringlicher. Als wir uns dem Leichnam zuwandten, schien es so als ob sich die Position des Toten unter dem Tuch verändert hatte. Doch dies widerspricht jedem menschlichen Verstand. Doch beschlossen wir uns zu versichern und schlugen die Decke über dem Leichnam zurück und mussten feststellen, dass der Mund des Toten wie ein schwarzer abscheulicher Schlund geöffnet war. Dies konnte so waren mein Knappe und ich uns einig nicht sein, da wir uns genau zu erinnern meinten, dass der Mund des Toten geschlossen war. Noch als wir darüber grübelten, ob wir uns nicht täuschten oder uns unsere Sinne einen Streich spielten fühlte ich im gleiche Moment wie eine Hand sich um mein Bein schloss und wie wild zu zerren anfing. Ich blickte an mir herunter und bevor das Licht der mitgebrachten Lampe ohne Vorwarnung verlosch wurde ich noch der Hand des Toten ansichtig, die sich in mein Bein gekrallt hatte. Teils dankbar, dass das Licht so unvermittelt erlosch und ich diesen widerlichen Anblick nicht mehr ertragen musste, schärften sich meine Sinne in der Dunkelheit. Es fühlte sich so an als würde die Temperatur im Raum rapide abkühlen und die Dunkelheit sprichwörtlich an Konsistenz gewinnen. Wär dies nicht schon schlimm genug schien es gerade zu als würde die Kälte von der mich umklammernden Hand ausgehen, die nach wie vor in mein Bein gekrallt war. Doch zum Glück konnte ich mich auf meine Reflexe besinnen und schlug kurzer Hand mit meiner Waffe auf den Leichnam ein. Auch mein Knappe ließ sich nicht beirren und schlug geistesgegenwärtig mit dem erst Besten auf den Arm des Toten ein, beziehungsweise dorthin wo er ihn in der Dunkelheit vermutete. Unsere Schläge trafen nahe zu gleichzeitig ihr Ziel und das mir wohlbekannte dumpfe Geräusch eines Aufschlages ließ mich hören, dass auch die Attacke meines Knappen nicht ihr Ziel verfehlt hatte. So im Nachhinein scheint es gar zu irrwitzig auf eine Leiche einzuschlagen, gerade wenn es sich um jemanden handelt den wir zu Grabe tragen sollten. Doch gewannen unsere Reflexe und durch langer Stunden der Übung eingefleischte Rutine die Oberhand und so setzten wir uns zu wehr. Doch befreiten uns unsere ersten Aktionen nicht ganz von dem Übel, dennoch lockerte sich der Griff um mein Bein und ich erlangte einen gewissen Bewegungsfreiraum zurück. Ich wies meinen Knappen an doch möglichst schnell ein Licht oder eine Laterne anzustecken, damit wir sehen könnten gegen welches unheilige Wesen wir da kämpften. Während wir laut riefen, um Verstärkung von unseren Kameraden zu bekommen versuchte mein Knappe meinem Befehl nach zu kommen und ich mir diese Kreatur vom Leibe zu halten.

Gerade als wir kurz davor waren die nun angezündete Öllaterne gegen das Geschöpf zu schlagen in der Hoffnung die reinigende Kraft des Feuers möge uns in unserer Lage beistehen und diese Bestie zu läutern und zu verbrennen, kamen uns die Bringerin des Lichts und der Streiter zur Hilfe.

Doch gerade als die beiden die noch weiter durch unseren Kampf demolierte Hütte betraten schien es so als würde sich die ganze Szene wie ein Nebel auflösen und wir standen in mitten von umgeworfenen Möbeln und Einrichtungsgegenständen. Die Leiche hingegen lag wieder oder vielleicht, im Nachhinein scheinen uns unsere Sinne doch ein argen Streich gespielt zu haben, nach wie vor auf der Bahre auf die wir sie gebettet hatten. Die Bringerin des Lichts schien nichts von den ganzen Geschehnissen mitbekommen zu haben, doch wurden sie die Bringerin und der Streiter von unseren Rufen alarmiert.

Die Vorwürfe, dass wir zu sehr alkoholischen Getränken zugesprochen hätten und wir uns darauf auf Schatten gestürzt hätten, die wir für gefährliche Gegner hielten muss ich mit Bestimmtheit von mir weisen. Auch sprechen weitere Ereignisse dieser Nacht dafür, dass keine berauschenden Mittel Grund für unsere Vision, oder wie es auch immer genannt werden soll, eine Erklärung dieses Vorfalls liefern. Doch mögen mir die Heiligen beistehen, zu diesem Zeitpunkt schien sich unser Verdacht zu erhärten, dass hier Mächte Am Werk waren, die den einfachen Verstand eines Ritters überschritten.

Nach einiger Diskussion einigten sich die Bringerin des Lichts und ich uns darauf, die Totenwache fortzusetzen und das wir, mein Knappe und ich bevor wir uns zurück zogen noch einmal die nähere Umgebung auf andere Auffälligkeiten zu untersuchen. Außerdem hatte der Regen an Intensität gewonnen, sodass die Pfützen und Schlammlöcher die Suche erschwerten. Nachdem wir nichts gefunden hatten, übernahmen Ihre Hochwürden und der Streiter die Totenwache, sodass wir uns von dem Schrecken erholen konnten.

Nur kurze Zeit später so kam es mir zumindest vor, hörte ich ein Geräusch an der Tür des Gästehauses der Försterei. Als ich noch da lag und versuchte mich auf das Geräusch zu konzentrieren konnte ich hören wie die Haupttür des Hauses leicht geöffnet wurde. Nach den Geschehnissen wenige Zeit zuvor war ich schon auf alles gefast und kurz davor in den Raum zu stürmen, als ich, soweit ich es in der Dunkelheit erkennen konnte, einer recht schmalen Figur ansichtig wurde. Ich schlich mich an und sprach die Person an ohne die Vorsicht aufzugeben mich schnell verteidigen zu können.

Wie sich nach einigen Worten und der Herbeischaffung von einer Laterne durch meinen Knappen, der auch aufgewacht war, dann schnell herausstellte, handelte es sich nicht um einen feindlichen Eindringling sondern vielmehr um einen Novizen, der uns nachgereist war um sich uns anzuschließen. Er hatte jedoch den Weg verloren und irrte bis spät in die Nacht durch den Wald. Das er uns fand erscheint mir bei Berücksichtigung der Größe des Waldes als purer Zufall und ich wage es als Wohlwollen der Heiligen zu werten, denn ohne seinen Beistand hätten wir die Nacht wohl nicht überlebt.

Der Novize Tjark von Birgsfluss beschloss sich zu den Wachenden zu gesellen und wir mein Knappe und ich legten uns wieder schlafen. Doch kaum schlossen sich unsere Augen wurden wir wieder von lauten Hilferufen geweckt. Mein erster Gedanke war, dass nun die Bringerin des Lichts und ihre beiden Begleiter ähnlicher Erfahrungen machten, wie wir einige Stunden zuvor. Ich weckte meinen Knappen und wir beeilten uns den anderen zu Hilfe zu eilen. Gerade als wir die Hütte erreichten, dass panische Schreien der Bringerin des Lichts war deutlich zu hören, erstrahlte das Innere der Hütte in einem unsagbaren weißen Licht, das durch die Ritzen in den hölzernen Wänden der Hütte wie gleißende Nadeln in die dunkle Nacht stachen. Nach kurzer Zeit verlosch das Licht doch es leuchtete noch in unseren Augen einige Zeit nach, sodass wir erst Augenblicke später erkannten, dass das Hütteninnere in Flammen stand. Durch die Rufe war deutlich zu hören, dass sich auch unsere Begleiter noch in den brennenden Räumen aufhalten mussten. Geistesgegenwertig und unerschrocken sprang mein Knappe zwischen die Flammen und schaffte es die Bringerin des Lichtes aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Der Novize schaffte es aus eigener Kraft in den rettenden Regen, der nach wie vor anhielt. Nachdem alle Personen gerettet waren und die Hütte, die mittlerweile ganz in lodernden Flammen stand und nicht mehr zu retten war, erzählten uns die Anderen was in dem Haus vorgefallen war. Die Erläuterungen und Beschreibungen der Bringerin wiesen deutliche Parallelen zu unseren Erfahrungen auf. Nur das die Bringerin des Licht, sowie der Novize sich mit den Kräften der Heiligen versucht hatten sich gegen die sie angreifende Kreatur zu verteidigen. Dies erklärt auch wie das Feuer in der Hütte zustande kam.

Noch während wir sprachen, drangen unmenschliche Laute an unsere Ohr, die geradewegs aus der brennenden Hütte zu kommen schienen. Als wir überlegten wer oder vielmehr was sich noch in den Flammen aufhalten mochte erblickten wir eine menschliche Silhouette in der Tür des lodernden Hauses. Doch schien die Silhouette auch das einzig menschliche an zu sein, denn das Ungeheuer stand ganz und gar in Flammen, die ihm scheinbar nichts auszumachen schienen. Als wär dieser Anblick nicht schon fürchterlich genug für unsere geschundenen Körper und Seelen gewesen schien sich die Luft auf einmal schlagartig abzukühlen. So stark, das sogar der Regen zu Schnee gefror. So Standen wir da im fallenden Schnee. Vor uns diese unsägliche Kreatur, die sich zu nähern begann. Mein Knappe und ich Stürzten vor, um dem Scheusal wenigsten physisch einhalt zu gebieten während die anderen sich auf ihre Liturgien und Beschwörungen besannen, die uns den Beistand der Heiligen erbeirufen sollten. Die Kreatur war stark und schien mit übermenschlichen Kräften bestückt wie ein Berserker zu kämpfen. Mit Mühe gelang es uns den einzelnen Schlägen so gut es ging auszuweichen, doch mussten wir zum Glück nur ein paar der schwächeren Treffer einstecken. Doch schnell war uns klar, dass uns die Kreatur mit ihrem Feuer mit der Zeit in immer größere Bedrängnis bringen würde. Es schien sogar je mehr wir dieses brennende Etwas verletzten, oder zumindest was einen normalen Körper verletzen hätte, desto mehr schien das ungeheuer an Kraft und Körpergröße zugewinnen. Von hinten drang nun die ersehnte Anrufung der Heiligen an unsere Ohren. Doch die Zeit schien uns davon zulaufen denn die Schläge unseres Gegners kamen immer häufiger, während unsere Paraden immer schwerer Angesichts unserer Ermüdung wurden.

Gerade schien es als wolle sich die Kreatur sich mit einem vernichtenden Hieb gegen meinen tapfer kämpfenden Knappen wenden, als die Heiligen durch die insbrünstige Anrufung unser Kameraden in das Geschehen eingriffen und mit ihrer herrlichen Macht das Monster zu Staub zermalmten. Gerade noch rechtzeitig, denn die nächsten Attacken hätten wir nicht unbeschadet überstanden.

Die Temperatur stieg wieder und der Schnee wurde wieder zu Regen, der sich in Pfützen sammelte. Als wir uns zu unseren Kameraden umwandten mussten wir feststellen, dass diese ausgestreckt auf dem Boden lagen und keine äußeren Lebenszeichen erkennen ließen. Doch nach genauerer Überprüfung zeigte sich, dass beide in eine Art tiefen Schlaf gefallen sein mussten aus dem sie nicht so ohne weiteres geweckt werden konnten. Sie schiene unglaublich geistliche Anstrengungen vollbracht zu haben und somit brachten wir sie ins Haus und dort auf ihre Schlafstätten. Meinem Knappen und mir ging es den Umständen entsprechend. Wir versorgten unsere Wunden und begaben uns dann zur Ruhe. In dem ganzen Durcheinander war mir gar nicht aufgefallen, dass der Streiter gar nicht an unserer Seite war, doch ein kurzer Blick genügte um in schlafend auf seinem Bett vorzufinden. Etwas erstaunlich, dass er von dem Ganzen nichts mit bekommen hatte und viel mehr noch, dass er seine Pflicht versäumt hatte uns bei zu stehen. Doch Dank des Novizen und er Bringerin des Lichts hatte sich ja die Situation zum Guten gewendet.

Am nächsten Morgen schienen fast alle noch sehr von den Strapazen der letzten Nacht mitgenommen zu sein. Doch schafften wir es gegen die Mittagsstunde die nur noch als Asche vorliegenden sterblichen Überreste des Försters in einer kleinen Zeremonie beizusetzen.

Oh ihr Heiligen dieser Ort scheint wahrlich von schlimmen Mächten heimgesucht zu werden. Wir zumindest beschlossen uns unverzüglich zurück zum Tempel zu begeben, um dort Bericht über die Vorkommnisse zu erstatten.

Hier endet mein Bericht. Ich habe alles so geschrieben wie ich mich an die Vorkommnisse erinnere. Wahrlich mögen diese Schilderungen unglaubwürdig klingen, aber ich bin mir sicher was ich gesehen habe.

Unterzeichnet von
Rüdiger von Westenstein Ritter im dienste des Lichtordens
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Re: ERPS in der A-Runde

Beitrag von Dagda » 24. Oktober 2010 13:00

Lichtbringer mit Euch,
ich habe gerade gehört, dass Andre in diesem Semester wieder eine ERPS Gruppe anbietet. Ich werde wieder mit dabei sein. Diesmal auch die ganze Zeit und werde nicht ins Ausland entschwinden. Wer von euch alten Hasen ist wieder mit dabei? Wer wird neu sein? Ich poste einfach mal im alten Threat, vielleicht ließt es ja jemand.
Wenn alles klappt freue ich mich, wieder für den einzig wahren Glauben ins Feld zu ziehen und mit Rat und Tat die Schatten der Ketzerei vom Antliz unsere Erde zu brennen, um die ehemals dunklen Flecken im Licht des Einzigen erstrahlen zu lassen.
Mögen die Heiligen mir die Kraft und Stärke geben, um meine Mission zu ihrer Zufriedenheit und zum Ruhme des Glaubens erfüllen zu können.

Bis dahin mögen das Licht eure Wege erleuchten und die Heilgen ihre schützenden Hände über euch halten.

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Re: ERPS in der A-Runde

Beitrag von Andrenalin » 24. Oktober 2010 21:30

Tatsächlich konnten die treuen aus dem Orden des Lichts ihre letzte Mission erfolgreich beenden. Doch neue Mission im Auftrage des Lichts warten auf alte und auf neue Helden. Daher sucht der Tempel in Ilphis und Höhenstein neue Personen, die hinausziehen und das Licht verbreiten.

In diesem Sinne alles gute ihr tapferen Helden.

Der Bischof des Lichts Zang von Arken.
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