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Awfully Fate Fantasy von und mit Kolja

Verfasst: 3. November 2011 14:19
von Marten
Okay, ich eröffne mal hier den Thread dieser Runde. Die erste Session war reine Charaktererschaffung, was hier aber schon Historie zwischen den Charakteren beinhaltet (das liegt am System) und Animositäten zwischen den Spielercharakteren ebenso vorprogrammiert wie eine Basis etabliert, auf der sich die PCs alle gegenseitig kennen.

Mein Chara ist ein wenig rassistisch gegenüber Elfen, die Personae Dramatis sind also aus seiner Perspektive:

Ich, Quintus, Matrose und Abenteurer aus Rotwasser. Elfenpiraten haben mir schon öfters mal das Leben schwer gemacht also können mich die spitzohrigen Bastarde alle mal. Naja außer wenn sie mir das Leben retten, wie damals als wir an den Klippen gestrandet waren und diese elfische Schiffsoffizierin Befehler verweigerte um uns zu retten.

Der Zwerg, habe seinen Namen vergessen und nicht viel mit ihm zu tun aber er scheint die Art von Person zu sein, die etwas zu zuvorkommend und freundlich ist - und sowas war mal Türsteher.

Der Adlige, alteingesessener Soldat, keine Ahnung was bei ihm so abgeht. Scheint ein wenig zu sehr am Krieg verhaftet.

Spitzohren-Magierin. Der habe ich aus versehen mal den Allerwertesten gerettet aber da war ich betrunken. Scheint ein Problem mit Bibliotheksfristen und Brandschutzversicherungen zu haben.

Spitzohren-Seglerin. Hat uns damals von der Küste gerettet und dafür schulde ich ihr was. Ansonsten kann man ihr natürlich nicht trauen. Wer weis, wann sie sich daran erinnert, dass ihr Volk von der Piraterie lebt...

Spitzohren-Adliger. Habe den wertlosen Kerl mal gesehen, wie er eine Priesterin begrabbelt hat - in der Öffentlichkeit. Gut, dass einige rechtschaffene Bürger da waren um ihn mit Steinen zu bewerfen. Ob er sich an mein Gesicht erinnert?


Mal sehen, was wir aus dieser Gruppenkonstellation machen, nicht wahr?

Re: Awfully Fate Fantasy von und mit Kolja

Verfasst: 14. Dezember 2011 10:29
von Marten
Da da sonst (anscheinend) keiner tut (und ich die Heropoints brauchen kann), mach ich es: Zusammenfassung von Sitzung 2 und 3:

Unsere Helden kamen durch Zufall (!) zusammen, als am Hafen, wo gerade das Schiff meines Avatars Quintus entladen wurde einer der Hafenarbeiter amok lief. Nicht nur lief der Mann amok, sondern er tat dies mit übermenschlichen Kräften, warf Leute durch die Luft und lies sich leider nicht beruhigen. Nachdem er bezwungen und betäubt war, wurden alle Anwesenden von der Stadtwache zur Befragung über den Vorfall einkassiert - somit landeten alle PCs in einer Zelle, die Elfenmagierin in einer anderen, da sie den Behörden bereits bekannt war.

Es wurde recht schnell die Chefin der Magiersgilde herbeigerufen, da es sich hier offenscheinlich um einen übernatürlichen Vorfall handelte und die beschloss, hinter dem Rücken der bereits anwesenden Kirchenritter eine eigene Ermittlung ins Leben zu rufen - mit uns als Ermittlern. Es war wohl so, dass jemand die Seele des Hafenarbeiters zerstört hatte. Wir sollten herausfinden, wer und warum.

In der Heimstatt des Hafenarbeiters bei seiner Witwe und seinen Halbwaisen fanden wir eine Flasche mit Drogenresten, die sich bei näherer Untersuchung als übernatürliche Droge herausstellte. Die Ermittlungen verlagerten sich also in eine Opiumkneipe und dann zu einem Dealerhaus. Dort machten zehn Schläger und ein Attentäter den Fehler, uns aufzulauern. Wenige von ihnen überlebten den darauf folgenden Kampf, allerdings musste der Zwerg ins Krankenhaus, während ein Teil der Gruppe den Attentäter über die Dächer verfolgte und schließlich stellen konnte. Er gab uns eine Adresse.

Die Adresse war ein leerstehendes Haus mit mehreren Etagen. Wir überwanden den Türposten und gingen hinein. Drinnen befanden sich einige satanische Kultisten, ein Dämon und ein Hexenmeister (oder so). Ups. Ein relativ einseitiger Kampf folgte, in welchem der Hexenmeister seine eigenen Verbündeten abschlachtete, um an Macht zu gewinnen, was ihm tatsächlich half - wir waren praktisch Chancenlos.

Um nicht gleich getötet zu werden, brachten wir ihn zum Monologisieren und uns-seinen-Plan-erklären. Die Droge war nur ein Testlauf gewesen und der hatte geklappt. Er nahm uns das Versprechen ab, ihn nicht zu verpetzen und verführte unsere Elfenmagierin zum Bösen, indem er ihr seinen Dämonen an die Leine gab (als ob da viel Verführung notwendig gewesen wäre...). Wir ließen ihn gehen und verpetzten ihn sofort.

Die folgenden Tage bestanden eigentlich hauptsächlich darin, zu versuchen, unsere Elfe und ihren dämonischen Zombiediener zu trennen, was uns leider nicht gelang. Nach einem Amoklauf quer durch die Stadt hat sie ihn leider wieder bei sich und wir können ihn doch nicht in einem Haus verbrennen...

Was wird diese Gruppe schneller töten? Böse Magiere außerhalb oder innerhalb der eigenen Reihen?

Re: Awfully Fate Fantasy von und mit Kolja

Verfasst: 15. Dezember 2011 15:40
von Marten
Hier also die Fortsetzung:

Zähneknirschend nahm der gute Teil der Gruppe hin, dass sich an der Tatsache, dass unsere Magierin einen Dämonenzombie hatte wohl erstmal nichts ändern lies - und sie gab ihm dann noch die Fähigkeit, auf schattenen Schwingen zu fliegen. Sehr beruhigend.

Von einem ehemaligen Feind erfuhren wir, dass auf einen Teil der Gruppe ein recht kapitales Kopfgeld ausgesetzt wurde - ein Fehler unseres elusiven Feindes, da dies bedeutete, dass wir eine Spur zu ihm hatten. Bei einem Glas Bier besprachen wir also unseren Plan - ohne Liv, die wir seit gestern nicht gesehen hatten. Zwei von uns waren dem bösen Magier nicht bekannt, der Zwerg und der Nomadenkrieger waren schließlich bei unserem ersten Angriff auf ihn im Krankenhaus gewesen. Wir beschlossen, dass diese beiden meine Wenigkeit als "Gefangenen" zur Kopfgeldübergabe bringen würden, aus dem Hintergrund vom Rest der Truppe inclusive unserem Assassinenfreund, auf den aufgrund seines Versagens uns gegenüber auch ein Kopfgeld angesetzt war überwacht und im Notfall unterstützt.

Wir zogen also in einen der ärmeren Teile der Stadt, ich gefesselt und geknebelt, meine beiden Gefährten am diskutieren, was eigentlich der Plan wäre und welcher von beiden das Hirn und welcher die Muskeln ihrer kleinen Kopfgeldjäger-Truppe spielen sollte. Wir kamen an einem schäbigen Haus an, in dem sich drei Schläger, ein Leibwächter und ein Blutmagier befanden. Nachdem der Zwerg und ich mein Kopfgeld von 30 auf 40 Goldstücke hochgehandelt hatten ("Ich bin mehr Wert als das! Ich habe mal zehn von Euren Leuten plattgemacht!") und die Geldübergabe stattfinden sollte, sprangen wir in Aktion. Ich überraschte den ersten Schläger und schickte ihn mit einem Kinnhaken und einem Knie zwischen die Beine zu Boden, die anderen Beiden taten ihren Teil und schließlich riss unser Zombiedämon ein Loch ins Dach. Wir ließen den überlebenden Schläger laufen (oder wegtragen, unsere Magierin schickte ihn mit einer Goldmünze in die nächste Kneipe, auf dass er eine Weile beschäftig sei) und nahmen den Blutmagier als Türöffner mit in den unter dem Haus befindlichen Schmugglertunnel.

Der Tunnel endete im Keller einer Villa, wo ich zwei Wachleute davon überzeugte, dass es in ihrem Interesse wäre, durch den Tunnel, aus dem wir gerade durch die Tür gebrochen waren zu fliehen, anstatt von uns getötet zu werden. In einer angrenzenden Zelle fanden wir unsere Gefährtin Liv, enttäuschenderweise bekleidet und verletzt. Wir ließen unseren pazifistischen Zwerg dort, sich um sie zu kümmern, da wir unseren Überraschungsmoment nicht verlieren wollten. Wir erklammen die Treppe und erstürmten den Empfangsraum, in dem sich unser alter Feind mit einem halben Dutzend Leibwächter, einem Zombiedämonen und zwei niederen Blutmagiern befand. Achja, ich beschloss dazu, beim hereinlaufen den Raum mit einer Flasche Alkohol aus der Küche in Brand zu stecken, um der ganzen Sache mehr Flair zu geben. Der Finalkampf war buchstäblich entbrannt.

Unser Dämonenzombie ging auf deren Dämonenzombie los, die Welle von Wachen stürmten auf mich und den Elfenadligen los. Unser Assassinenfreund und der Nomade eröffneten das Feuer mit Bogen und Armbrust und unsere Magierin machte Sachen, die ich abgesehen von den Feuerbällen nicht wirklich durchschauen konnte. Die Gruppe der Wachen machten mich ziemlich nieder (hey, ich habe nie behauptet, ein großer Krieger zu sein!), während sich der Elf durchmogelte und auf den Obermagier losging. Unser Attentäterfreund schoss die unwichtigeren Magiere, der Nomade tötete einige der Wachen und die Zombies töteten sich schließlich gegenseitig. Nach etwas Gekämpfe waren die Wachen gezwungen, zu ihrem Meister zurückzukehren, der ein Erdbeben auslöste (und dies als Blutmagier bezahlte, indem er seine eigenen Hand abhackte), da er merkte, dass er am verlieren war. Das Haus begann, einzustürzen und begrub uns alle unter sich (ich hatte den Wachen gesagt, sie sollten lieber fliehen, aber auf mich hört ja keiner! Selbst schuld.) - bis auf unseren Elfen, der es schaffte, sich aus dem Fenster in Sicherheit zu retten. Vor brennenden Trümmern stehend, bemerkte er den sich aus den Trümmern rettenden Blutmagier und spießte ihn mit seinem Schwert auf. Der Nomade konnte sich aus dem Schutt befreien und mit Hilfe einiger Schaulustiger konnte auch ich - zerschmettert aber am Leben aus dem Schutt gegraben werden.

Unsere Elfenmagierin konnte auch gerettet werden, hat allerdings ihr Augenlicht bei der ganzen Sache verloren. Zwerg und Elfe entkamen durch den Schmuggeltunnel im Keller.

Wir haben also den bösen Magier besiegt. Sein elfischer Adligenkontakt muss noch untersucht werden aber wir haben die Sache wohl gut gemeistert. Ich für meinen Teil habe meinen Hass auf Elfen ein wenig überwunden und bin dafür jetzt schwerer zu töten. Mal sehen was die Zukunft uns jetzt so bringt.

Re: Awfully Fate Fantasy von und mit Kolja

Verfasst: 12. Januar 2012 11:33
von Marten
Als wir aus dem Krankenhaus kamen, waren wir lokale Helden. Die großartigen Leute, die den bösen Blutmagier auf spektakuläre Weise gestoppt hatten. Selbstverständlich wurde erstmal individuell gefeiert.

Eine der Parties, auf die wir eingeladen wurden war eine Auktion des Mannes, welcher der Vermieter unseres Blutmagiernemesis gewesen war - ein reicher Exilprinz der Elfen. Otgon, unser Steppenkrieger, bekam von seinen Leuten für eben jene Auktionsparty den Auftrag, die heilige Schrift seines Volkes dort zu erstehen/zu besorgen, auf dass sie nicht in die Hände ihrer Feinde geriete und wieder an ihren Platz im Reich der Söhne der Zwölf komme.

Auf der Party wies sich meine Wenigkeit als das Leben der selbigen heraus, die legendäre, übertriebene Erzählung unserer Heldentaten vor der versammelten Mannschaft von Superreichen wird noch für Jahre im Gespräch der Stadt bleiben. Gleichzeitig stiegen die Gebote für die ausgestellten Reliquien ins unermessliche. Was das Buch anging beschloss der Gastgeber, seine Entscheidung auf ein Abendessen am nächsten Abend zu verschieben.

Am folgenden Tag bemerkte Otgon, dass er von einem Agenten der Konkurrenz beschattet wurde. Unsere Elfenmagierin kochte dessen Innerein direkt auf der Straße bei lebendigem Leib und beendete die Beschattung dadurch. Ich ging in die Botschaft der Konkurrenznation und erzählte ihnen, dass die Reliquie im Geheimen bereits verkauft wurde und dass das Abendessen eine Falle für sie war. Dies führte, mit einigem heimlichen Aufstacheln durch uns dazu, dass das Haus des Elfenhändlers angegriffen wurde. Seine massive Wachmannschaft hatte kein Problem, die Leute abzuwehren und die Stadtwache kam, die ganze Sache zu beenden. Unsere Konkurrenz hatte sich dadurch also geschäftlich ins Abseits gestellt und Otgon konnte das Buch ohne Konkurrenz problemlos kaufen. Jetzt muss das ganze nur noch abtransportiert werden...