Birknazza

Verschiedenes aus den World Tree Runden
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Simon
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Birknazza

Beitrag von Simon » 30. März 2012 23:26

Birknazza, Perle von Mrasteia, die Weiße Stadt, deren Idee, deren Ruf, deren Sog die kleine Gemeinschaft endlich vor ihre Tore geführt hatte, thronte eine Meile vor dem Ast, schwebend auf einem Kreidefelsen, umspielt von der Ahnung einer schimmernden Kuppel. Nur wenige Luftschiffe genießen das Privileg, direkt dort anzulegen, und auch die Gruppe musste sich in die Schlange der Händler und Reisenden einreihen, die sich über die gesamte Brücke erstreckte. Immerhin waren sie eingeladen (wir erinnern uns).

Auch wertvolles Schmuggelgut nannten sie ihr Eigen: eine Idee, einfach und unscheinbar, der aber revolutionäre Bedeutung für die Stadt nachgesagt wurden, die Birkozon, den Gott der Gedanken beherbergt. Allein Ossiente trug die Idee, damit sie schwerer zu entdecken sein würde. Um sie zu schmuggeln, hatte er sie in einen Duft verwandelt, den er in seinem Cathiabecher mit sich führte.

Die Zollkontrollen verliefen vergleichsweise harmlos. Vor allem Xanthu zahlte eine saftige Steuer auf seine Geschäftsideen, während Quæsix ob seiner Zaubersperren genauer befragt wurde. Als er gestand, dass er die gefährliche Magie verbotener Götter in sich zu tragen glaubte, bekam er gleich noch eine Zaubersperre mehr, die bei jeglichen magischen Bemühungen seinerseits die Obrigkeit verständigen würde.

Die Stadt selbst erwies sich als reich an Wohlstand, Techne und Hochkultur. Optisch schlug sich das in den weiten Straßen, den großen, hellen Gebäuden und den üppigen Parks und Gärten nieder.

Birknazza ist die einzige Demokratie des Worldtree, entstanden aus der einstmaligen Deokratie, als der Herrscher Birkozon symbolisch dem ersten Ratskanzler das Bronzene M übergab. Bis heute ziert diese Insignie den Handrücken jedes Bürgers, Gäste erhalten eine goldenes M als Symbol für ihre vorübergehenden Bürgerrechte.
Die Stadtverwaltung kennt Legislative, Detektive, Restriktive und Exekutive. Staatsoberhaupt ist nach wie vor Birkozon, der jedoch lediglich ein Veto in Gesetzesfragen hat, von dem erst drei mal Gebrauch gemacht wurde, um großes Übel von der Stadt abzuwenden.

Das Abenteuer konnte beginnen…
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Simon
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Re: Birknazza

Beitrag von Simon » 30. März 2012 23:30

Das Zimmer

Das Abenteuer endete in einem Hotelzimmer, wo alle aufwachten, unsicher, wie sie dorthin gekommen waren. Etwas konsterniert doch hervorragend bedient, da man ihnen alle Wünsche aus den Köpfen ablas.

Sie sichteten die Spuren der Vergangenen Tage: ein Rucksack mit schalen Brötchen, ein Spiegel, in dem Ossientes Waffen steckten, ein Massageöl, das nach Büchern roch, Stuhl in Quæsix Bett, und ein schlafender Khtsoyis im Kamin, der später platzte und Texol freigab. Ein wunderliches Wiedersehen! Die Gruppe machte sich daran, die Geschehnisse der vorigen Tage zu rekonstruieren…
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Simon
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Re: Birknazza

Beitrag von Simon » 24. April 2012 16:06

Ich muss wohl mal weiter machen...

Der Philosophengarten

Nach einer ausgedehnten Ein- und Verkaufsrunde machte sich die Gruppe auf den Weg in Richtung Utopistenecke, um frohe Botschaften zu hören. Ein unbegabter Khtsoyis-Jongleur schloss sich ihnen mehr oder weniger grundlos an.

Ossiente stieß mit einer Orren zusammen, die blitzartig ihre Bücher wieder aufsammelte und ihn, bevor er sein erstes Wort herausbringen konnte, scholt, um Vergebung bat, sich als Yari vorstellte und in den sogenannten Philosophengarten einlud.

Er machte sich gleich auf den Weg, der Rest der Gruppe trottete mit. Vor dem Philosophengarten kam es zu einer auseinandersetzung mit einer brüsken Gomorror-Türwächterin, die, auf ihren riesigen Dreihänder gestützt, niemanden durchließ, bis sie Ossientes Erkennungsharke bemerkte.
(Ossiente trug diese Harke als Erkennungszeichen auf seiner Suche nach Dem Widerstand.)

Drinnen entpuppte sich der Philosophengarten als Treffpunkt freigeistiger Künstler, von Gärtnern über Bildhauer und Fechter bis hin zu Freiluftköchen. Dort lernte die Gruppe Yari und ihren Gatten Edge kennen, der den Garten gegründet hatte. Nur Der Widerstand war nirgends erkennbar.
Außerdem lernten sie das betäubende Aroma von Dings (Komaten) kennen, die sie genüsslich verspeisten.

Ossiente versuchte sich im Zweikampf mit Yari im Speere. Obwohl nicht seine bevorzugte Waffe, war das Duell packend wie akrobatisch und wurde erst durch den fachkundigen Gebrauch des Fraktalspeers entschieden.
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Re: Birknazza

Beitrag von Simon » 8. Mai 2012 21:34

Die Party

Des Abends fand in der Bibliothek des Philosophengartens ein Empfang statt. Es ging vordergründig um neue Werke des Bildhauers Herrn Edelfrau von Silfing, und oberflächlich um alles mögliche.

Während sich der Khtsoyis (Texol) in eine Diskussion über den Destruktivismus verstricken ließ, versuchten Ossiente und Quæsix verzweifelt, in Edge oder irgendjemandem Den Widerstand ausfindig zu machen. Das Einzige, was sie fanden, war ein verschrobener Spinner mit seltsamen Ansichten über den Widerstand:
Er kann nicht lange existieren, und er kann nicht offensichtlich existieren. Nur allein. Ich bin der einzige Widerstand. Und sie kommen mich holen...

Die seltsamen Phänomene, dass mehrere Leute wie choreographiert das gleiche taten, traten hier besonders häufig auf. Quæsix und Ossiente versuchten, so etwas mit Absicht heraufzubeschwören, waren aber bei Weitem zu unkoordiniert.
Texol bemerkte allerdings, dass die beiden offensichtlich bei ihrem tun beobachtet wurden.

Der Spinner verließ die Feier.
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Re: Birknazza

Beitrag von Simon » 13. Mai 2012 10:18

Die Entführung

Draußen wurde Quæsix wieder von dem Spinner angesprochen, der jedoch nicht zuende reden konnte, bevor eine Kutsche vorbeiraste und ihn in die Dunkelheit entführte. Zum Glück reagierte Texol schnell, hielt sich an der Kutsche fest und Xanthu brachte sie durch die Zerstörung eines Rads zum Stehen. Die aussteigenden Offiziere der Restriktive wurden schnell mit Knüppeln beruhigt und der Spinner in Sicherheit gebracht.

Der nacheilende Quæsix betrat den Schauplatz, als bereits weitere Wachen vor Ort waren. Im Verhör verhielt er sich dermaßen verdächtig, dass er gleich mitgenommen wurde. Nicht nur das, er gab auch an, dass der unter den Schaulustigen stehende Ossiente zu ihm gehöre.

So saßen gleich zwei Rassimel auf der Wache und wurden unter Anwendung von Zwangszaubern verhört. Wie durch ein Wunder widerstanden sie den Zaubern lange und ließen sich nichts von Bedeutung entlocken. Leider wurde Quæsix ausgewiesen.

Am nächsten Tag am Grenzausgang vereitelte in letzter Minute ein Befehl von oben den Rausschmiss, so dass der ganze Papierkram umsonst war. Hatte es mit den sonderlichen Vorrechten zu tun, die mit der Einladung zu Smirko Galizin einhergingen? Müsteriös!
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Re: Birknazza

Beitrag von Simon » 6. Juni 2012 14:30

Der Vertrag

Auf Quæsix' und Texols Betreiben hin besuchte die Gruppe die zentrale Attraktion des Stadtmuseums: der legendäre Vertrag der Götter, der das Walten des Gottes Birkozon auf Birknazza beschränkt. In einem riesigen Diamantblock eingeschlossen schwebte die unterzeichnende Feder über dem überlebensgroßen Pergament.

Obwohl akribisch, komplex und in der Sprache der Götter verfasst, macht sich Texol daran, das Werk zu studieren, und kommt zu folgendem Schluss:
Der Vertrag regelt die kosmische Aufgabenteilung der Götter aufs genaueste. Viele Details kann ich nicht verstehen, da die Sprache vieldimensional und Bildreich ist, und meine kosmologischen Kenntnisse mit denen der Götter nicht zu vergleichen sind. So viel fällt aber auf: der Vertrag regelt keine Magie, die nicht eindeutig in den Zuständigkeitsbereich der 12+7 Götter fällt, als ob sich das niemand vorstellen konnte oder wollte. Vielleicht… ist dies ein Schlupfloch?

Alle Augen fielen auf Quæsix.
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Re: Birknazza

Beitrag von Shapeshifter » 7. Juni 2012 22:14

... und weil Texol bei der Auflösung gern dabei wäre: schaffen wir es vielleicht, Ende des Monats ein Treffen zusammenzukriegen?

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Re: Birknazza

Beitrag von Simon » 16. Juni 2012 15:39

Leider Nein, ich bin bis zum 30. Juni in Oslo.

Danach können wir aber mal gucken, am besten in Mails oder einem neuen Thread.
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Verloren in Birknazza…

Beitrag von Simon » 20. Juni 2012 16:07

Smirko Galizin

Die Villa von Smirko Galizin machte ihrem Viertel keine Ehre. Die Farbe blätterte von dem weiten Holzbau, und der umliegende Garten erinnerte die Abenteurer entfernt an die Verticals. Unbeschadet von Moskitos und Krokodilen machten Sie sich zur Eingangstür auf, wo sie sich mit dem Marmorknauf auseinandersetzen mussten, schlussendlich aber eingelassen wurden.

Smirko Galizin selbst wohnte allein in dem unaufgeräumten Haus, das einmal einer ganzen Sippe Heimstadt geboten haben musste. Nach ihrem Verbleib traute sich niemand zu fragen. Er selbst war ein alter, kauziger, von sich eingenommener Cani, der sich obendrein völlig sicher war, glühende Verehrer vor sich zu haben. Zum Glück kannte sich Quæsix etwas in seinem Werk aus, so dass dieser Verdacht genährt werden konnte.

Auf die speziellen Probleme der Gruppe angesprochen gab sich Smirko überrascht und wachsam: was sollte er mit derlei unheiligem Unfug zu tun haben? Plötzlich schien er es sich anders zu überlegen und suchte wie hypnotisiert nach einem Buch. Flüstern tastete er durch die Regale, bis das Werk ihn fand. Es kippte aus der obersten Lade auf seinem Kopf, sein Genick brach mit einem vernehmbaren Knacken.

Sein unnatürlich verkrümmter Körper drehte sich zu der Gruppe um. Schwarzes Blut troff aus Nase und Ohren, und aus seinen Schwarzen, pupillenlosen Augen. Ein tiefes Stampfen näherte sich, das tonlos in den Hinterköpfen wiederhallte. Panik brach in der Gruppe aus, und immer schneller floss die zähe, schwarze Flüssigkeit, die sich am Boden ausbreitete und die Wände hinaufkroch.

Die Gruppe versuchte, ihre Erinnerung zu korrigieren, doch es war nicht möglich: der Tote blickte in die… Kamera? — „Ihr könnt nicht entkommen. Ihr seid in euren Köpfen, wo ich herrsche!“
Zwei Zauber wurden gleichzeitig gesprochen: ein Vergessenszauber von Quæsix ließ die schwarze Masse explodieren, ein Erinnerungszauber von Krrisch eine winzige Lücke.

Dies war der einzige Lichtpunkt in der vollkommenen Schwärze, die die Gruppe nun umfing, bis sich zwei bronzen schimmernde Augen öffneten. Eine tiefe Stimme schwang in den Hinterköpfen: „Ich habe euch gefunden. Ihr spielt mit mehr, als ihr euch vorstellen könnt, doch ein kleiner Spalt ist offen geblieben. Ihr könnt gehen, aber seid ihr dafür nicht schon zu weit gekommen? Stellt mir eine Frage, eine Bitte, und mein gesamtes Wissen wird zu eurer Verfügung stehen. Der Preis ist nicht hoch: eine Erinnerung. Ihr müsst sie nicht einmal abgeben, ich möchte sie lediglich… besitzen.“
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Re: Birknazza

Beitrag von Shapeshifter » 3. November 2012 15:53

Man möchte es ja kaum glauben, aber diese Episode ist tatsächlich abgeschlossen!

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